EUWID PPA-Newsflash Februar 2021

veröffentlicht am 26.02.2021

(Februar 2021) PPA und Blockchain: Marktbeobachter sehen hier durchaus interessante Schnittstellen. Eine jetzt vorgelegte Studie der internationalen Anwaltskanzlei Bird & Bird zeigt auf, dass die Nutzung der Blockchain ein Instrument sein könnte, das es gerade auch kleineren Akteuren erleichtern könnte, die gezielte Strombeschaffung aus grünen Energien zu strukturieren. Aktuell ist das noch weitgehend Zukunftsmusik, auf Versuchsbasis könnten über Blockchains allenfalls PPAs mit Laufzeiten von etwa einem Jahr geschlossen werden, heißt es in der Analyse. Das könnte für die Post-EEG-Vermarktung eine Option werden, aber nicht für Neuprojekte, bei denen die Finanzierung des gesamten Investments gesichert werden muss.

Für die Projekte, die das Joint Venture Ampyr Solar Europe (ASE) im Rahmen von PPA in Großbritannien, den Niederlanden und Deutschland entwickeln will, sind „traditionelle“ PPA-Strukturen heute noch das geeignetere Instrumentarium. Insgesamt 4 GW an Solarleistung wollen die hinter dem JV stehenden Unternehmen Hartree Partners, AGP Group und NaGa Solar in den kommenden Jahren realisieren. Für institutionelle Investoren biete das Vorhaben die Möglichkeit mehr als eine Milliarde € an Kapital einzusetzen, um damit zuverlässige und langfristige Einnahmen zu generieren.

Update aus dem EUWID-PPA-Dossier: In einem Fachbeitrag für EUWID Neue Energie haben die BayWa-Experten Dabiel Hölder und Daniel Parsons die aktuelle Entwicklung am PPA-Markt skizziert. Der Markt strukturiert sich, aber gerade in Deutschland steht PPA noch ganz am Anfang. Banken, Investoren und (potenzielle) Abnehmer befänden sich derzeit in der „Lern- und Vertrauensbildungsphase“ für diese neue Art reiner Beschaffung aus erneuerbaren Energien, sagen die BayWa-r.e.-Experten. Mehr zum PPA-Dossier von EUWID Neue Energie finden sich unter www.euwid-energie.de/ppa.