EUWID PPA-Newsflash Dezember 2020

veröffentlicht am 18.12.2020

(Dezember 2020) Auf den letzten Drücker ist die EEG-Novelle am 17. Dezember vom Bundestag verabschiedet worden. In der abschließenden Aussprache wurde noch einmal deutlich, dass die Bundesregierung wachsende Hoffnungen auf „marktliche“ Lösungen beim Ausbau der Erneuerbaren setzt. Konkretere Beschlüsse zum Thema PPA gab es allerdings nicht. Ein Antrag der FDP-Fraktion mit dem Titel „Langfristige Stromlieferverträge für den ungeförderten Zubau und Betrieb von erneuerbaren Energien nutzen“ wurde vom Plenum des Bundestags abgelehnt. Immerhin sind in einem Entschließungsantrag Punkte zur Stärkung von PPAs vorgesehen, die nach Einschätzung des Bundesverbands Neue Energiewirtschaft (bne) von „großer Bedeutung zur Stärkung der Marktelemente“ sind.

Derweil geht ein Jahr zu Ende, das auch und gerade für das noch junge Segment der langfristigen Vermarktung fluktuierender erneuerbarer Energien über Power Purchase Agreements äußerst herausfordernd war. Durch die Pandemie lag die Stromnachfrage zwischen April und Juli 2020 etwa 8,5 niedriger als erwartet, auch die Commodity-Preise gaben deutlich nach. Beides wirkte sich auf die Preisentwicklung von PPA-Verträgen aus, wie Energy Brainpool-Experte Carlos Perez Linkenheil in einem Beitrag für den neuen EUWID-Report „PPA und die neue Architektur der Energiewende“ ausführte. Die hohe Volatilität in den PPA-Preisen werde den Markt voraussichtlich noch eine Weile prägen.

Update aus dem EUWID-PPA-Dossier: Es gibt eine Reihe von Neuprojekten, die im Dossier skizziert werden. Dazu gehören ein auf 13 Jahre ausgelegter Abschluss zwischen E.ON UK und RWE und ein Solar-PPA, das Vattenfall und Bosch vereinbart haben. Das Interview von Carlos Perez Linkenheil findet sich jetzt auch im Online-Dossier. Mehr Infos zum Dossier und dem neuen PPA-Report von EUWID Neue Energie gibt es unter www.euwid-energie.de/ppa.