Tennet will Offshore-Problematik lösen

veröffentlicht am 06.09.2012
Das Gelingen der Energiewende sowie die Installation neuer Offshore-Windparks hängt vom Ausbaufortschritt des deutschen Stromnetzes ab. Der Netzbetreiber Tennet ist davon überzeugt, diese Mammutaufgabe lösen zu können - trotz aller Vorwürfe. Tennet steht oftmals in der Kritik, durch Verzögerungen beim Ausbau der Netze den Fortschritt vieler Offshore-Projekte zu behindern. Immer mehr Zweifel werden laut, ob der niederländische Netzbetreiber die Herausforderung meistern kann. Tennet weist diese Vorwürfe entschieden zurück. Bislang lagen die Schwierigkeiten zumeist bei der Anbindung von Windparks in deutschen Seegewässern an das öffentliche Stomnetz. Im Jahre 2010 übernahm Tennet das E.ON Netzgebiet.

Politische Rahmenbedingungen fehlten


Laut Angaben des Vorsitzenden der Tennet-Geschäftsführung Martin Fuchs konnten die politischen Reglements zum Netzausbau nicht mit dem Ausbaufortschritt der Offshore-Windenergie Schritt halten. Auch die jüngsten Beschlüsse aus Berlin in puncto Haftungsregeln seien kein wirklicher Vorstoß, so Fuchs. Auf bis zu 13 Miliarden Euro wird die Höhe der nötigen Kosten geschätzt, die Tennet für die Offshore-Anbindung stemmen muss. Fuchs ist jedoch zuversichtlich, dass die Rechnung aufgehen wird. So seien bereits Offshore-Anschlüsse für sechs Milliarden Euro beauftragt. Ob die neuen Regelungen eindeutig genug sind, um das Risiko zu versichern und vergleichbare Ausbaubedingungen wie im Onshore-Bereich zu schaffen, muss Tennet noch prüfen. Erst dann würden sich Anleger finden, die bereit sind, Geld zur Verfügung zu stellen.