Berlin: Offshore-Branche eröffnet Lobby-Büro

veröffentlicht am 19.10.2012
Branchengrößen aus der Offshore-Windenergie Norddeutschlands planen die Steigerung ihres Einflusses in Berlin. Deshalb eröffneten drei Netzwerke von Offshore-Firmen ein Büro der „Offshore-Wind-Industrie-Allianz“ in der Hauptstadt der Bundesrepublik. In erster Linie gehe es der OWIA um den weiteren Ausbau der Windenergie auf hoher See und Hindernisse zu überwinden. Rund 550 Unternehmen werden von der OWIA vertreten. Dazu gehören Netzwerke aus Hamburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Auch die schleswig-holsteinische Windcomm prüfe derzeit einen Beitritt zum Offshore-Schulterschluss für kommendes Jahr.

Offshore-Windkraft spielt Schlüsselrolle für den Norden


Laut Angaben von Andree Iffländer, dem Chef des mecklenburg-vorpommerschen Wind Energy Network, birgt die Offshore-Windenergie allein in der Bundesrepublik Deutschland ein Investitionspotenzial von 100 Milliarden Euro und stelle daher die größte Chance dar, die Norddeutschland seit langer Zeit hatte. Das Potenzial belaufe sich nur auf die Investitionen in die Offshore-Windparks an sich und deren Anbindung ans Festland, sowie für den Infrastrukturausbau der Industriestandorte und in Häfen. Nicht eingerechnet sei der Ausbau der Netze zum Transport des Stroms vom Norden in die Industriezentren in West- und Süddeutschland. Iffländer betont zudem, dass die Industrie stabile und verlässliche Rahmenbedingungen benötige und mahnt die Branche zur Vorsicht, keinen Riss zu erleiden. Erst kürzlich forderte Bundesumweltminister Peter Altmaier eine Drosselung des Windkraft-Ausbaus.