Welche Maßnahmen zur Optimierung von Windkraftanlagen?

veröffentlicht am 30.11.2015

Die Optimierung von Windenergieanlagen kann verschiedene Ziele verfolgen. Klar im Vordergrund steht dabei natürlich, die Potenziale bestmöglich auszuschöpfen. Neben der Steigerung der Erträge kann durch gezielte Optimierungsmaßnahmen auch die Akzeptanz von Windkraftprojekten erhöht werden.

Weniger Lärm, mehr Ertrag durch optimierte Rotorblätter

Was wäre die Energiewende und somit auch die Nutzung der Windenergie ohne die Akzeptanz der Bevölkerung? An vielen Standorten sind Geräuschemissionen ein kritisches und sensibles Thema, das nicht selten die Gemüter erhitzt und ganze Projekte zum Scheitern bringt. Die Optimierung von Rotorblättern sowie die Windnachführung sind zwei effektive Möglichkeiten zur Lärmminderung, die zugleich weitere Effekte haben. So werden auch die Lasten im Bereich des Triebstrangs und der Rotorblätter reduziert, wodurch die Komponenten geschont und die Lebensdauer der Windenergieanlage insgesamt erhöht wird. Die Rotorblattoptimierung birgt jedoch noch einen enormen Vorteil: Aerodynamische Verbesserungen, die an die Luftfahrttechnologie angelehnt sind, sorgen für ein erhöhtes Drehmoment und steigern den Ertrag der Anlage. Letztendlich profitieren sowohl Anwohner als auch Anlagenbetreiber von dieser Optimierungsmaßnahme.  

Standortspezifisch optimieren 

Wie hoch die Ertragssteigerungen sind, hängt letztendlich von der Komplexität des Standorts selbst ab. Grundsätzlich steigt das Potenzial für eine Verbesserung der Erträge umso höher, je mehr Turbulenzen dort entstehen. Im Durchschnitt ist durch optimierte Windenergieanlagen ein Mehrertrag von fünf Prozent möglich. Standortoptimierung lautet hierbei das Stichwort. Bei ihren Windenergieanlagen haben die Hersteller einen Standardsatz an Parametern, welcher in der Regel nicht an den jeweiligen Standort angepasst wird. Allerdings ist kein Standort wie der andere - in Mittelgebirgsregionen beispielsweise ändert sich die Windrichtung wesentlich schneller, als es etwa an der Ostsee der Fall ist. Bei der Ertragsoptimierung müssen die Anlagenparameter also ganz an die Gegebenheiten des Standorts angepasst werden. Optimierung und Nachrüstung erlauben einen wirtschaftlichen Betrieb von Bestandsanlagen - angesichts von Unsicherheiten durch EEG-Novellen könnten Anlagen auf diese Weise künftig auch länger als 20 Jahre in Betrieb bleiben. Mit einer Optimierung allein ist es allerdings auch nicht getan. Eine langfristige, intelligente Überwachung und die permanente Datenauswertung erlaubt hingegen die Identifikation von Abweichungen beim Betrieb, während die vorausschauende Instandsetzung kostenintensiver Hauptkomponenten wie zum Beispiel Getriebe, Windnachführung, Hauptlager, Pitch-Regelung und Generator frühzeitig durchgeführt werden kann.

Quelle : SeebaWIND Service GmbH