Höhere Zuschlagswerte, fallende Anlagenpreise

veröffentlicht am 27.02.2018
Windkraftanlagen im Winter

Die letzten Ausschreibungen für Wind an Land hatten es in sich. Bis zur dritten Auktionsrunde kannten die Vergütungssätze nur eine Richtung: nach unten. Bürgerenergiegesellschaften waren bei der Bezuschlagung stark überrepräsentiert und auch das ausgeschriebene Volumen war deutlich überzeichnet. Die Ergebnisse der ersten Ausschreibungsrunde 2018 deuten nun darauf hin, dass sich die Lage für die Windbranche beginnt, zu stabilisieren. Eine Einschätzung dazu erhalten Sie vom Windenergie-Experten Klaus Övermöhle von Övermöhle Consult & Marketing GmbH in einer neuen Ausgabe von wind-turbine.TV.


Nicht nur die Zuschläge waren bei dieser Ausschreibungsrunde mit einem durchschnittlichen, mengengewichteten Zuschlagswert von 4,73 Cent pro Kilowattstunde bedeutend höher als in den beiden letzten Auktionen. Insgesamt gingen 132 Gebote im Umfang von 989 Megawatt ein, womit die ausgeschriebenen 700 Megawatt nur knapp überzeichnet waren. Lediglich 19 Zuschläge gingen diesmal an Bürgerenergiegesellschaften, was gegenüber den letzten Ausschreibungen einen sehr starken Rückgang darstellt.

Windenergieanlagen in WInterlandschaft
Fallende Preise machen den Windenergieanlagen-Herstellern zu schaffen
Nicht nur die Zuschlagswerte haben sich geändert, sondern auch die Verkaufspreise für Windenergieanlagen, wie Övermöhle bereits im August 2017 in wind-turbine.tv ankündigte. Dies liegt nicht zuletzt am hohen Wettbewerbsdruck im vergangenen Jahr. Es sei allerdings davon auszugehen, so Övermöhle, dass der Preisdruck bei den Herstellern an alle Zulieferer und Dienstleister aus der Windbranche weitergegeben wird.