Erneute Verzögerung bei Offshore-Netzanschlüssen

veröffentlicht am 01.07.2012
Windrad im Meer
Nach Angaben des RWE-Chefs Peter Terium stehe die Energiewende in Deutschland vor einem weiteren Rückschlag. Da erneut Probleme beim Netzanschluss des Offshore-Windparks vorherrschen, gerate die Rentabilität des Projekts enorm ins Wanken. Terium beruft sich dabei auf Mitteilungen des zuständigen Netzbetreibers Tennet. Nun sei die Bundesregierung mit einer schnellen Lösungsfindung am Zug und müsse Gespräche über wirtschaftliche Ausgleiche mit den beteiligten Investoren führen. Anders stünden die Planungen der Offshore-Projekte, die bis zum Jahr 2020 umgesetzt werden sollen, auf dem Spiel.

Verschiebungen bedeuten Verluste


Der RWE-Vorstand erklärt, dass die aktuellen Anschlussprobleme der Grund sein könnten, dass in Zukunft möglicherweise ein großer Teil der für deutsche Gewässer geplanten Offshore-Parks vor den Küsten Großbritanniens gebaut würden. Dabei spielt die Offshore-Windenergie eine tragende Rolle bei der Umsetzung der Energiewende in Deutschland. Die wegfallenden Strommengen durch Abschaltungen der Kernkraftwerke sollen laut Zielen der Bundesregierung zu einem erheblichen Teil durch Windenergieanlagen in Nord- und Ostsee kompensiert werden. Bereits vor wenigen Monaten räumte der Netzbetreiber Tennet Probleme beim Netzanschluss der Anlagen ein und musste den Termin verschieben.  Dadurch, dass RWE Milliardeninvestitionen in die Windparks tätigt, jedoch keinen Strom produzieren kann, seien auch die unternehmerischen Ziele des Energiekonzerns nicht zu erreichen, so der RWE-Vorstand.