Repowering von enormer Wichtigkeit für Energiewende

veröffentlicht am 15.04.2012
Während von Seiten der Politik, Investoren und Energieversorgern eine Vielzahl von Windkraftplänen im Offshore-Bereich geschmiedet werden, kämpft eine Vielzahl von Bürgerinitiativen gegen eine aus ihrer Sicht Verschandelung und Verspargelung der Landschaft durch Onshore-Anlagen. Allerdings ist die Energiewende nicht allein durch Hochseewindparks zu schultern. Daher setzt man vor allem auf Repowering, um Akzeptanz der Bevölkerung nicht noch mehr zu strapazieren. Doch auch das Repowering kommt nur schleppend voran. Nach Angaben des Bundesverbandes Windenergie sind etwa 10.000 von in Deutschland insgesamt 22.000 Windrädern derzeit über zwölf Jahre alt und seien Repowering-Kandidaten. „Seit einigen Jahren nimmt das Repowering leicht zu", so der Verbandspräsident Hermann Albers. „Die vorhandenen Potenziale sind hier jedoch noch lange nicht ausgeschöpft. Das heißt, dass das Repowering noch viel stärker anziehen müsste. Wir gehen jedoch davon aus, dass da in den nächsten Jahren einiges passiert." Repowering ist sowohl ertragssteigernd und effizienter als auch angenehmer für die Optik, so Albers. „Eine 500-Kilowatt-Anlage arbeitet mit 40 Umdrehungen pro Minute, eine heutige Drei-MW-Maschine mit etwa 14 Umdrehungen pro Minute." Auch ziehen die Anlagenhersteller ihren wirtschaftlichen Nutzen aus Repoweringmaßnahmen. Die vom Bundesverband Windenergie angestrebten 1000 Megawatt Repoweringkapazität sichere eine Vielzahl von Arbeitsplätzen und einen stabilen Heimatmarkt. Die Genehmigungen der Windparks liegt jedoch bei den Gemeinden. Zum einen winken hohe Gewerbesteuereinnahmen, jedoch stehen Bürgerinitiativen auf der anderen Seite, die gegen Windkraft protestieren. Dazu stellt sich die Höhenbegrenzung der Kommunen für Windenergieanlagen als Problem heraus. „Die Begrenzung verhindert den technischen Fortschritt. Der Trend bei der durchschnittlichen Anlagengröße an Land geht in Richtung drei MW. Das bedeutet einen Rotordurchmesser von 100 Metern und mehr. Und da stoßen wir auf baurechtliche Grenzen, weil wir in vielen Fällen nicht über diese 100 Meter gehen dürfen", so Albers.