Stromanbieter EnBW plant Milliardeninvestitionen in Energiewende

veröffentlicht am 25.01.2012
Das Versorgungsunternehmen EnBW plant Investitionen in erneuerbare Energien sowie in Projekte zur Realisierung der initiierten Energiewende. Bis ins Jahr 2020 will der Versorger bis zu 10 Milliarden Euro investieren. Der Vorstandsvorsitzende des Konzerns, Hans-Peter Villis sieht bis dahin eine Verdoppelung der installierten Leistung auf künftig 6.000 Megawatt. Dadurch würde der Anteil des Energieportfolios von EnBW auf 35 Prozent ansteigen. Noch vor dem Verkünden des Atomausstiegs seitens der Bundesregierung lag dieser noch unter 20 Prozent. Im Mittelpunkt der Planungen liegt vor allem der Ausbau der Windenergie - sowohl Onshore, als auch Offshore. Derzeit erreicht der Ostsee-Windpark „Baltic1“ eine Gesamtleistung von 50 Megawatt, während das in der Planungsphase befindliche Nachfolgeprojekt „Baltic2“ gar 288 Megawatt leisten soll. Das momentan größte Problem stellt jedoch der mangelnde Netzausbau dar. Die Anbindung der Windparks erfolge dadurch nur schwierig, sodass kostenintensive Engpässe und Zeitverzögerungen bei der Installation weiterer Windparks entstehen. Zur Umsetzung dieser Pläne benötigt der Stromanbieter eine Kapitalerhöhung in Höhe von 800 Milionen Euro, der die Hauptaktionäre bereits zugestimmt haben.