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Von der Ferndiagnose bis zur Wartung vor Ort – unnötige Ausfälle bei Windkraftanlagen vermeiden

30.08.2025

Schnelligkeit ist bei der Inspektion und bei Wartungsarbeiten an Windkraftanlagen ein wirtschaftlicher Schlüsselfaktor. Steht die Anlage still, geht das nämlich mit entsprechenden Ertragsverlusten einher.

Inspektionen oder erforderliche Arbeiten sollten dennoch keinesfalls aufgeschoben werden, da dies Folgeschäden nach sich ziehen und den Reparaturaufwand erheblich steigern kann. Es ist daher wichtig, dass Probleme ohne großen Aufwand frühzeitig erkannt und dann schnell behoben werden. Hierfür sind gut ausgebildetes Personal und leistungsstarke Wartungs-Tools unverzichtbar. Dieser Artikel zeigt, wie moderne Überwachung und Wartung von Windkraftanlagen heute aussehen und was es dabei zu beachten gilt.

 

Nicht immer ist die geeignete Ausrüstung für alle Probleme vorhanden

Selbst an relativ neuen und modernen Windkraftanlagen können Probleme auftreten, die es zu beheben gilt. Insbesondere die Betreiber kleinerer Windparks oder einzelner Anlagen können solche Probleme manchmal nicht ausschließlich mit der vorhandenen Ausrüstung lösen. Fehlt das passende Gerät, gilt es, Lösungen zu finden. Dies ist zum Glück oftmals auch kurzfristig möglich.

So können die Betroffenen beispielsweise eine Arbeitsbühne zur Wartung mieten - Siehe:  https://biberger.de/  oder einen geeigneten Teleskopstapler anfordern. Dadurch kommt es nicht zu unnötig langen Stillstandzeiten und der reguläre Betrieb kann schnell wieder aufgenommen werden.

 

Qualifiziertes Fachpersonal als Garant für eine gelungene Wartung

Selbst die beste Ausrüstung kann ihr Potenzial nur entfalten, wenn sie von geschultem Personal eingesetzt wird. Fachkräfte kennen die Sicherheitsvorgaben, können die für die Wartung der Windkraftanlagen erforderlichen Geräte korrekt bedienen und alle Arbeiten fachgerecht ausführen.

Sie sind zudem in der Lage, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und wissen gegebenenfalls, wie sich Arbeitsabläufe optimieren lassen. Die Betreiber der Windkraftanlagen profitieren von kürzeren Einsatzzeiten, geringerem Verschleiß und höherer Arbeitssicherheit, weshalb weder an der erforderlichen Wartungstechnologie noch am Personal gespart werden sollte.

 

Ferndiagnose als Grundlage schneller Entscheidungen

Eine präzise Ferndiagnostik ermöglicht es, die technisch komplexen Windkraftanlagen durchgehend zu überwachen und technische Probleme frühzeitig zu erkennen. Alle Betriebsdaten werden laufend durch Sensoren erfasst, ohne dass dafür ein Techniker vor Ort sein muss.

Das spart nicht nur Kosten, sondern stellt auch sicher, dass Unregelmäßigkeiten sofort auffallen und entsprechend weiter überprüft werden können. Mittels moderner Anlagentechnologie kommen die folgenden Informationen von der weit entfernt stehenden Anlage umgehend ins Kontrollzentrum, wo sie von den zuständigen Servicetechnikern analysiert werden können:

●       Leistungsdaten der Anlage

●       Temperaturwerte zentraler Komponenten

●       Vibrationsmessungen

●       Statusmeldungen der Steuerung

●       Fehlermeldungen einzelner Bauteile und -gruppen

●       Netzspannungs- und Frequenzwerte

●       Energieertragsdaten

Auf Basis dieser Daten können Prioritäten gesetzt und notwendige Maßnahmen sofort eingeleitet werden. Außerdem kann das Wartungsteam auch gegebenenfalls direkt die richtigen Ersatzteile mitnehmen, wenn dies aller Voraussicht nach erforderlich sein sollte. Die Kombination aus schneller Analyse und gezielter Einsatzplanung kann Stillstandzeiten erheblich reduzieren und den Betrieb der Anlage dadurch wirtschaftlicher machen.

 

Wann wird welches Personal benötigt?

Wer für die Wartung einer Windkraftanlage infrage kommt, hängt stark von der Art der erforderlichen Wartungsarbeiten ab. Für Arbeiten in großer Höhe, wie sie etwa an den Rotorblättern oder der Gondel erforderlich sein können, kommen meist nur speziell ausgebildete Industriekletterer - Siehe: https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/15711 infrage. Diese Fachkräfte können nicht nur die anfallenden technischen Arbeiten ausführen, sondern sind auch darin geschult, die Wetterbedingungen korrekt einzuschätzen und selbst unter schwierigen Bedingungen sicher zu arbeiten.

Viele Inspektionen finden aber gar nicht in luftiger Höhe, sondern im Fuß des Turms beziehungsweise im Maschinenhaus statt. Hier ist der Zugang deutlich einfacher, so dass auch reguläre Techniker problemlos eingesetzt werden können.

 

Wartungspläne und weitere Herstellervorgaben unbedingt einhalten

Die vom Hersteller zu den Windkraftanlagen herausgegebenen Wartungspläne legen exakt fest, in welchen Abständen und mit welchen Maßnahmen die Anlagen geprüft werden müssen. Diese Vorgaben sind nicht nur aus technischer Sicht wichtig, sondern auch rechtlich relevant, um Garantieansprüche und Versicherungsleistungen zu sichern.

Wird eine Wartung später als vorgegeben durchgeführt, steigt das Risiko teurer Folgeschäden wie erheblich, denn ein nicht erkannter Defekt kann zu Folgeschäden führen, die dann mit deutlich höheren Kosten als die rechtzeitige Reparatur einhergehen. Wer die Wartungspläne konsequent einhält, verlängert damit die zu erwartende Lebensdauer der Anlage und sichert eine stabile Stromproduktion.

 

Gesetzliche Vorgaben für die Wartung von Windkraftanlagen

Nicht nur die Wartungspläne des Herstellers, sondern auch die gesetzlichen Vorschriften legen fest, wie oft und in welchem Umfang eine Windkraftanlage gewartet werden sollte. Für die wiederkehrende Prüfung - Siehe: https://www.tuvsud.com/de-de/branchen/energie/erneuerbare-energien/windenergie/pruefung-inspektion-windkraftanlage durch offizielle Stellen gelten festgelegte Intervalle, die nicht überschritten werden dürfen. Es ist daher ratsam, den Termin für die nächste Überprüfung rechtzeitig zu vereinbaren und ihn lieber ein wenig zu früh als zu spät durchzuführen.

Alle Überprüfungen sowie Arbeiten an der Anlage sind lückenlos zu dokumentieren. So kann gegebenenfalls gegenüber Behörden, Versicherungen oder anderen Stellen jederzeit belegt werden, dass Inspektionen und Wartung ordnungsgemäß und fristgerecht erfolgt sind.

 

Die Koordination mehrerer Anlagenstandorte kann herausfordernd sein

Betreiber mit mehreren Windparks müssen oft Einsätze über größere Distanzen hinweg koordinieren. Viele der erforderlichen Informationen werden zwar digital erhoben und laufen in einer Einsatzzentrale zusammen, ohne dass jemand an der Windkraftanlage vor Ort sein muss, dennoch ist auch ein physischer Besuch der Anlage oft unverzichtbar. Hierbei müssen die folgenden Dinge miteinander abgestimmt werden:

●       Fahrzeiten und Routenplanung der Serviceteams, um Ausfallzeiten zu minimieren

●       Verfügbarkeit von Personal mit der erforderlichen Qualifikation

●       Einsatz von Spezialwerkzeugen oder Ersatzteilen, die rechtzeitig vor Ort sein müssen

●       Witterungsbedingungen, die den Zugang oder die Arbeiten an der Anlage beeinflussen

●       Sicherheitsfreigaben und Genehmigungen für Arbeiten in großer Höhe oder an elektrischen Anlagen

●       Kommunikation zwischen Zentrale und Außenteams, um Informationen aktuell zu halten

●       Priorisierung der Einsätze, falls mehrere Anlagen gleichzeitig Probleme melden

Je nach Art der erforderlichen Wartungsarbeit oder Reparatur spielt zudem das Wetter eine nicht beeinflussbare Rolle, wodurch oft kurzfristige Umplanungen erforderlich sind.

 

Zentrale Koordination als Schlüssel zum Erfolg

Für den zuverlässigen Betrieb von Windkraftanlagen braucht es eine gut organisierte Zentrale, die alle Fäden in der Hand hält. Sie sorgt dafür, dass Personal, Material und Informationen zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind. Dabei ist eine klare Abstimmung zwischen Innen- und Außenteams entscheidend, um Verzögerungen zu vermeiden.

Außerdem ist es wichtig, stets einen Alternativplan zu haben, denn unvorhersehbare Faktoren wie plötzliche Wetterumschwünge, technische Probleme oder logistische Engpässe können selbst gut geplante Einsätze verzögern. Wer in solchen Situationen schnell reagieren kann, minimiert Ausfallzeiten und Kosten. Eine vorausschauende, flexible Koordination ist daher keine Zusatzaufgabe, sondern eine Grundvoraussetzung für den reibungslosen Betrieb moderner Windparks.