NRW: Tausende neue Windenergieanlagen geplant

veröffentlicht am 03.11.2012
Windräder
Einer neuen Studie zufolge ist die höchste Windausbeute in Nordrhein-Westfalen in den Regierungsbezirken Köln und Amsberg zu finden. Dort sollen tausende neue Windenergieanlagen entstehen, insbesondere auf Flächen, die seinerzeit vom „Kyrill“-Sturm entwaldet wurden. Auch Nadelwälder stehen als Standorte im Blickpunkt. Die Höhe der neuen Anlagen soll mindestens 125 Meter betragen. NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) schätzte bei der Vorstellung der Studie des Landesumweltamtes das Windkraftpotenzial in NRW auf etwa 71 Terawattstunden jährlich. Dies entspricht mehr als dem doppelten Jahresstromverbrauchs der Haushalte im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands. Um diese Energiemenge erreichen zu können, müsste die Anzahl der derzeit 2900 landesweit aufgestellten Windenergieanlagen verdoppelt werden.

Genossenschafts- und Bürgergemeinschaftsmodelle möglich


Laut Remmel sei NRW ein hervorragender Windstandort, denn bereits ab 125 Metern Höhe seien fast im ganzen Bundesland Windgeschwindigkeiten von 6 m/s vorhanden. Allein im Bezirk Arnsberg ist der Studie zufolge eine Energieausbeute von 19,5 Terawatt auf einer Fläche von 33.500 Hektar. Dabei ist das Ruhrgebiet nicht eingerechnet. Dort sind es 3,4 Terawatt auf 4400 Hektar Fläche. Der Anteil der Windenergie am NRW-Strommix soll bis 2020 von derzeit vier auf 15 Prozent steigen, bis 2025 sind 28 Terawattstunden aus Windenergie geplant. Remmel hält diese Ziele für sehr realistisch. Zudem sprach sich der Umweltminister für die finanzielle finanzielle Beteiligung von Genossenschaften und Bürgergemeinschaften an den Windenergieanlagen aus. Dies erhöhe die Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung und mindere die Winderstände gegen eine vermeintliche „Verspargelung“ der Landschaft.