Kostspielige Windkraft-Gutachten

veröffentlicht am 11.12.2012
Im Oberbergischen Kreis gehen die Bemühungen, Standorte für Windenergieanlagen in der Gemeinde zu finden, weiter. Nun wurde das Thema im Rat erneut angeschnitten. Das bisherige Gutachten eines Ingenieurbüros hatte wenig Hoffnung auf mögliche Anlagen in Lindlar gemacht. Mehrere Unternehmen, darunter auch Aggerenergie sowie der Kreis gaben dieses Gutachten in Auftrag, welches von 1000 Metern Abstand zu Wohnhäusern in den Siedlungsgebieten von Frielingsdorf, Hartegasse und Lindlar ausging und zum Rest der Gemeinde Abstände von 500 Metern zugrunde legte. In Nordrhein-Westfalen ist eine gesetzliche Regelung zum Mindestabstand zwischen Wohnhäusern und Windenergieanlagen jedoch nicht klar geregelt. So rechnet das Land in seinem Energieatlas zum Beispiel mit 450 Metern im Außenbereich und 600 Metern in Siedlungen.

Neues Gutachten soll Klarheit schaffen


Thomas Willmer (CDU), Ratsherr und Vorstand der Energiegenossenschaft Bergisches Land (EGL) machte deutlich, dass keine Chance zur Windenergieerzeugung ungenutzt bleiben solle. Nun soll deshalb ein neues Gutachten geringere Abstände zu Wohnhäusern berücksichtigen. Die Kosten in Höhe von knapp 8500 Euro sollen aus dem laufenden Haushalt bezahlt werden, erklärte Kämmerer Werner Hütt vor dem Gemeinderat. Im nächsten Schritt würde es teuer. Bei Feststehen der Abstände und potenzieller Standorte müsse anschließend geprüft werden, ob eine Beeinträchtigung der Tierwelt vorliegt. Dies verursacht Kosten von 42.000 Euro. Diese könnten jedoch auf die Investoren abgewälzt werden.