Windenergie und Konflikte mit dem Naturschutz

veröffentlicht am 02.12.2012
Bis zum Jahr 2022 soll der Ausstieg aus der Atomenergie vollzogen werden, so lautet das Ziel der Bundesregierung. Erneuerbare Energien sollen die bis dahin stillgelegten Reaktoren ersetzen. Eine große Rolle spielt dabei auch die Windenergie. Für den Regionalplan schlug die Regionalversammlung des Verbandes Region Stuttgart im vergangenen Juli insgesamt 96 Vorranggebiete vor. Bis Ende November konnte zu den Planungen Stellung genommen werden. Aufgrund der Komplexität des Verfahrens und der über den gesamten Landkreis Göppingen verteilten Flächen, fand kürzlich eine Sitzung statt. Insgesamt 27 wurden von privaten Naturschützern untersucht, jedoch kommt ihrer Ansicht nach mehr als die Hälfte Windenergieanlagen überhaupt nicht infrage.

Gefährdung von Kauz- und Spechtbeständen


Laut Schulz spricht für die Ablehnung der Standorte die Betroffenheit von Flora-Fauna-Habitat- oder Vogelschutzgebietskulissen, die mit einer Beeinträchtigung des Landschaftsbildes und der Gefährdung windkraftempfindlicher Brutvogelarten und Zugvögeln einher gehen. Das Lautertal bei Lauterstein sei beispielsweise ein Durchzugsgebiet, das im Frühjahr von Zugvögeln in der Regel nachts überflogen wird. Zudem befinde sich dort auch das einzige Vorkommen von Rauhfuß- und Sperlingskauz in der Region Stuttgart. Weitere Durchzugskorridore liegen ebenso bei Eschenbach, Aichelberg und Donzdorf. Auch überprüften die Mitglieder des Arbeitskreises potenzielle Windkraftsstandorte im Raum Geislingen. Mehr als die Hälfte der vom Verband Region Stuttgart vorgeschlagenen Vorrangflächen werden vom Arbeitskreis abgelehnt.