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Remote Monitoring, SCADA und Datensicherheit in modernen Windenergieprojekten

05.01.2026

Die Zeiten, in denen Windkraftanlagen rein mechanische Maschinen zur Energiegewinnung sind, sind längst vorbei. Bei neuen Projekten wird heute auf Anlagen mit hochtechnologischen Möglichkeiten gesetzt. So wird für eine höhere Effizienz, mehr Sicherheit und eine verbesserte Wirtschaftlichkeit gesorgt. Damit all das gelingt, sind moderne Windkraftanlagen digital und hochvernetzt. Das bringt aber auch neue Herausforderungen und Verantwortung mit sich. Wo Daten erhoben und über Netzwerke ausgetauscht werden, muss schließlich auch für ausreichenden Datenschutz gesorgt werden.

 

Die Wichtigkeit der Datensicherheit

In einer Windkraftanlage muss für Sicherheit auf allen Ebenen gesorgt werden. Sei es beim Zutritt über die Überwachung der Maschinen und des gesamten Geländes oder bei der Instandhaltung der Technik, damit die Anlage ohne Probleme läuft. Bei den modernen und digitalisierten Anlagen ist der Datenschutz dann aber auch noch eine zentrale Voraussetzung, ohne die der Betrieb der Anlage allein rechtlich schon unmöglich wird. Große Windparks zählen zur kritischen Infrastruktur, wodurch ihre Datensicherheit besondere Aufmerksamkeit erhält.

Zum Datenschutz gibt es strenge und genau definierte Auflagen, welche EU-weit gelten. Um die Datensicherheit zu gewährleisten und die damit verbundenen Mechanismen bestmöglich koordinieren zu können, können Informationssicherheits-Managementsysteme, sogenannte ISMS, helfen. Für diese Systeme gibt es einen weltweit anerkannten Standard, der die Effizienz und Sicherheit dieser Systeme garantiert – die ISO27001. Diese Zertifizierung belegt gegenüber Behörden, Versicherern und Investoren, dass die Datenintegrität und der Schutz vor Ausfällen eine sehr hohe Priorität genießen.

 

SCADA

Eines der wichtigsten technischen Systeme, auf das bei neuen Windenergieprojekten gesetzt wird, läuft unter dem Akronym SCADA (Supervisory Control and Data Acquisition). Es handelt sich dabei um ein umfassendes System, welches verschiedene Datenpunkte nutzt, um aussagekräftige Analysen in Echtzeit durchzuführen. All das geht in Echtzeit und die Steuerung erfolgt aus einer Schaltzentrale aus der Ferne und kann spezifische Optimierungen am Arbeitsablauf einzelner Anlagen vornehmen. So können die Energieproduktion und -versorgung optimiert und Ausfallzeiten reduziert werden. Dies führt langfristig zu einer höheren Rentabilität und sichert die Wettbewerbsfähigkeit von Windparkbetreibern in einem sich stetig wandelnden Energiemarkt.

Systeme wie SCADA sind es, die die Datensicherheit bei Windparks zu solch einem sensiblen Thema machen. Als Teil der kritischen Infrastruktur wäre es geradezu katastrophal, wenn es Hackern gelingt, sich in das SCADA-Netzwerk einzuklinken. Das würde nicht nur den Betrieb einzelner Turbinen gefährden, sondern ganzer Windparks oder sogar das gesamte Stromnetz einer Region lahmlegen. Die Betreiber der Windparks müssen das also unbedingt verhindern. Da reichen herkömmliche Firewalls nicht aus.

 

SCADA und Remote Monitoring – der Unterschied

Der Begriff Remote Monitoring ist eigentlich sehr weit gefasst. Im Kern bezeichnet er einfach nur, dass etwas aus der Ferne beobachtet, beziehungsweise kontrolliert werden kann. Das gilt auch, wenn es um das Remote Monitoring bei Windkraftanlagen geht. Prinzipiell ist das Konzept dem von SCADA ähnlich, nur dass es sich auf das Erfassen und Beobachten von Daten aus der Ferne beschränkt, während SCADA eine umfassende Datenerfassung und Überwachung ermöglicht, aber eben auch die Steuerung aus der Ferne. Man kann also sagen, dass jedes SCADA-System eine Form des Remote Monitoring enthält. Gleichzeitig ist nicht jedes Remote-Monitoring-System ein vollwertiges SCADA-System.

 

Fazit: Balance zwischen Effizienz und Risiko

Seitdem Windparks nicht mehr rein mechanisch betrieben werden, sondern mithilfe von digitaler Datenerhebung und Fernsteuerung, konnte die Effizienz bedeutend erhöht und die Betriebsausgaben und der Verschleiß reduziert werden. Die Daten, die dabei in Echtzeit erhoben und verarbeitet werden, sind aber auch hochsensibel und dürfen keinesfalls in falsche Hände geraten. Davon hängt im Zweifel nicht nur der Gewinn des Betreiberunternehmens, sondern im schlimmsten Fall die Stromversorgung einer Region ab. Nur, indem Remote-Monitoring-Systeme wie SCADA und die Cyber-Security perfekt in Einklang gebracht werden, können die strengen Auflagen der Datenschutzrichtlinien erfüllt und der Windpark demnach legal betrieben werden.