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Wie entwickelt sich der Rückbaumarkt für Windenergieanlagen? Welche Rolle spielen neue Standards, digitale Technologien und wirtschaftliche Rahmenbedingungen? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich das Fachforum des RDRWind e.V. am 11. November 2026 auf den 34. Windenergietagen in Linstow.
Der Rückbau von Windenergieanlagen gewinnt innerhalb der Windenergiebranche zunehmend an Bedeutung. Mit dem fortschreitenden Alter bestehender Anlagen, dem wachsenden Repowering-Markt und steigenden Anforderungen an eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft entstehen neue Herausforderungen und Geschäftsmöglichkeiten für Betreiber, Projektentwickler und spezialisierte Dienstleistungsunternehmen.
Vor diesem Hintergrund veranstaltet der RDRWind e.V., ( https://www.rdrwind.de/ ) der Branchenverband für Repowering, Demontage und Recycling von Windenergieanlagen, am Mittwoch, den 11. November 2026, von 14:00 bis 17:25 Uhr ein eigenes Fachforum im Rahmen der 34. Windenergietage in Linstow.
Rückbau als eigenständiges Geschäftsfeld
Ein Schwerpunkt des Forums liegt auf der zunehmenden Professionalisierung des Windenergie-Rückbaus. Dabei geht es längst nicht mehr ausschließlich um die technische Demontage ausgedienter Anlagen. Vielmehr umfasst der Rückbau eine komplexe Wertschöpfungskette, die von der frühzeitigen Planung über die wirtschaftliche Bewertung bis hin zur Wiederverwendung und stofflichen Verwertung einzelner Komponenten reicht. Wie sich der Rückbau als eigenständiges Projekt organisieren lässt, erläutert unter anderem Mirco Gilhaus von Alterric. Weitere Beiträge widmen sich der Weiterentwicklung von Branchenstandards und den Anforderungen an die fachgerechte Durchführung von Rückbauprojekten.
Rückbaukosten, Repowering und Marktentwicklung
Auch die wirtschaftlichen Aspekte stehen im Mittelpunkt des Programms. Insbesondere bei älteren Windenergieanlagen stellt sich für Betreiber zunehmend die Frage, welche Kosten mit einem Rückbau verbunden sind und wie sich diese in die langfristige Standortplanung einbeziehen lassen. Ein Vortrag von Carlos Kuhlmann vom Landesverband Erneuerbare Energien Niedersachsen/Bremen beschäftigt sich mit der Rückbaukostenformel und dem Repoweringpotenzial. Darüber hinaus beleuchtet Silke Lüers von der Deutschen WindGuard die Entwicklung der Rückbauzahlen. Diese sind ein wichtiger Indikator für die zukünftige Marktentwicklung und die Nachfrage nach spezialisierten Dienstleistungen.
Neben wirtschaftlichen und regulatorischen Fragestellungen greift das Forum auch technologische Entwicklungen auf. Maike Schmidt vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) beschäftigt sich in ihrem Beitrag mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz im Windenergiesektor.
Mit der Sprengung von Windenergieanlagen wird zudem ein spezielles technisches Rückbauverfahren thematisiert. Sven Stadler und Richard Lankes von Reisch Sprengtechnik geben hierzu Einblicke in die Praxis. Das Programm verdeutlicht, wie vielfältig die Anforderungen an einen modernen Windenergie-Rückbau inzwischen geworden sind. Von der technischen Durchführung über die Kostenkalkulation bis hin zur Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft.
Branchenaustausch entlang der gesamten Wertschöpfungskette
Mit seinem Fachforum schafft der RDRWind e.V. eine Plattform für den Austausch zwischen Anlagenbetreibern, Projektentwicklern, Rückbauunternehmen, Recyclingbetrieben und weiteren Akteuren der Windenergiebranche. Angesichts der Vielzahl alternder Windenergieanlagen und des zunehmenden Repowerings dürfte die Bedeutung dieses Marktsegments in den kommenden Jahren weiter wachsen. Verlässliche Kalkulationsgrundlagen, einheitliche Standards und effiziente Verfahren werden dabei eine zentrale Rolle spielen.
Auch wind-turbine.com beteiligt sich am Fachprogramm
Im Rahmen des Forums gibt Bernd Weidmann, Geschäftsführer der wind-turbine.com GmbH, einen Einblick in die praktische Nutzung digitaler Rückbaukostenkalkulationen. Sein Vortrag „Heute wissen, was morgen rückgebaut wird – Einblicke in ca. 2.000 Rückbaurechner-Anwendungen“ findet von 15:40 bis 16:00 Uhr statt und beschäftigt sich mit Erkenntnissen aus der Nutzung des Rückbaukosten-Rechners der Plattform. Zum Rückbau-Rechner: https://wind-turbine.com/tool/rueckbaukosten-ermitteln
Komplettes Programm:
kurze Kaffeepause
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Veranstaltungsinformationen
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