Qualitas Energy ersetzt im Windpark Ingstetten fünf alte Windenergieanlagen durch sechs Enercon E-175 mit insgesamt 42 MW Leistung. Die Inbetriebnahme ...
Die digitale Transformation verleiht der On- und Offshore-Branche zusätzlichen Schub.
Innovative Ausstellende präsentieren auf der WindEnergy Hamburg vom 22. bis 25.
September 2026 AI-Tools, mit denen Herstellende und Betreibende die Zuverlässigkeit,
Performance und Wirtschaftlichkeit ihrer Anlagen steigern.
Hamburg, 01. August 2026 – Von außen eher schlicht und unauffällig, innen Hightech: Ob
intelligente Vernetzung, effiziente Steuerungssysteme, digitale Fernüberwachung oder
Fehlerprognosen auf Basis von Künstlicher Intelligenz (KI), Windenergieanlagen bergen mehr
digitale Innovationen und modernste Technik als es auf den ersten Blick scheint. Vor allem der
Einsatz von KI und Big-Data-Analysen wird im Green-Energy-Business immer relevanter.
Wartungszyklen werden vorausschauend geplant, Leistungsdaten präzise ausgewertet und
Betriebsstrategien kontinuierlich optimiert. In einem separaten Expo-Bereich zum Thema AI in der
Halle A3 zeigt die WindEnergy Hamburg Ausstellende rund um das Thema Digitalisierung und
Künstliche Intelligenz. „Unternehmen präsentieren hier Softwareanwendungen und smarte
Technologien, mit denen Hersteller zusätzliches Potenzial heben und somit das Maximum aus den
Anlagen herausholen können“, sagt Andreas Arnheim, Director WindEnergy Hamburg und
WindEnergy Asia-Pacific powered by RECHARGE.
Smarte Tools für einen effizienteren Betrieb
Eine zentrale Rolle spielen dabei Windprognosen. Je präziser die Vorhersagen, desto genauer
können die Betreiber die Stromerzeugung ihrer Anlagen planen – und erhöhen so die Netzstabilität.
Eine besonders innovative Lösung kommt vom japanischen Aussteller BlueWX. „Auf der
Grundlage unserer patentierten Methode, die sich bereits in der Luftfahrt bewährt hat, entwickeln
wir eine auf Deep Learning basierende, standortspezifische und hochpräzise Windvorhersage“, so
Chief Executive Officer, Kaz Watanabe. „Wir freuen uns sehr darauf, unser Produkt auf der Messe
vorzustellen und uns mit Interessierten auszutauschen.“
Der RegViento Controller des Stuttgarter Unternehmens MesH Engineering hingegen ermöglicht
eine höhere Windausbeute. Dabei wird mithilfe von KI der Betrieb von Windparks durch eine
intelligente und koordinierte Regelung der Windenergieanlagen optimiert. „Betreiber können auf der
WindEnergy Hamburg mit unserem Tool ‚RegViento Explorer‘ live das Potenzial des Controllers
testen und unmittelbar sehen, welches Ertragspotenzial in einer optimierten Parkregelung steckt“,
sagt Dr.-Ing. Matthias Kretschmer, Projektleiter RegViento bei MesH Engineering. „So kann es
zum Beispiel sinnvoll sein, die Leistung der vorderen Anlagen leicht zu verringern oder deren
Ausrichtung gezielt zu optimieren, um Strömungsverluste der nachgelagerten Anlagen zu
reduzieren und somit die Effizienz des gesamten Parks zu steigern.
Eine clevere, speziell auf die komplexen Anforderungen der Branche zugeschnittene
Softwarelösung bietet auch der AI-Spezialist Octonomy. Die Plattform erfasst sämtliche
anlagenrelevanten Dokumente (Manuals, Diagramme, Schaltpläne, etc.) und löst Anfragen in
wenigen Sekunden mit 96-prozentiger Genauigkeit. Zu den Kunden des Kölner Softwarehauses
zählt etwa Prokon, eine der größten deutschen Energiegenossenschaften. Das Unternehmen
betreibt Windparks in ganz Deutschland und übernimmt auch den Service der Anlagen. Dabei hilft
die Software den Serviceteams, präzisere Diagnosen zu stellen und ihre Einsätze effizienter zu
planen. „Mit Octonomy reduzieren wir unsere Anfahrten um 50 Prozent. Das System gibt uns die
Sicherheit, die wir in der kritischen Infrastruktur brauchen“, sagt Dr. Yousef Farschtschi, IT-Chef
bei Prokon.
Intelligente Algorithmen für die Fehlersuche
Moderne Windenergieanlagen sind mit umfassender Technik ausgestattet. Unterschiedliche
Sensoren erfassen im Betrieb fortlaufend Zustandsdaten und übertragen sie an zentrale Leitstände
und Monitoring-Systeme. Dank smarter Panoramakameras werden Kollisionen mit geschützten
Raubvögeln wie Rotmilan und Seeadler vermieden. Clevere Softwareunternehmen nutzen die
Betriebsdaten für eine intelligente Auswertung. Der türkische Aussteller Kavaken hat dafür eine KIgestützte Plattform entwickelt, die Anomalien (Abweichungen) im Anlagenverhalten identifiziert,
etwa einen verdächtigen Temperaturanstieg in einem kritischen Bauteil oder ein plötzlicher
Leistungsabfall einer Windturbine. So lassen sich bereits mit kleinen Korrekturen größere Schäden
verhindern und die Lebensdauer der Anlagen verlängern.
Früherkennung von Schäden – dieses Ziel verfolgt auch das britische Start-up Werover mit seinem
Produkt „Windrover“. Das Prinzip: Ein Sensor, der per Magnet am Turm der Windkraftanlage
montiert wird, sammelt akustische Daten von Rotorblättern und registriert KI-basiert Anomalien,
etwa infolge eines Blitzeinschlags. Balca Yilmaz, CEO und Co-Founder von Werover, erklärt: „Mit
Windrover müssen die Betreiber die Rotorblätter nicht mehr regelmäßig vor Ort überprüfen, das
reduziert Ausfallzeiten und Kosten.“
Eine bewährte Branchenlösung ist das Integrierte Prozessdatenmanagement (IPM) von CSP
Intelligence. Auch die Plattform des bayerischen Softwarehauses setzt Künstliche Intelligenz ein,
um Prozess- und Qualitätsdaten auszuwerten, Abweichungen frühzeitig zu erkennen und die
Qualitätssicherung in der Produktion zu verbessern. „Unsere Curve Anomaly AI meldet
sicherheitskritische Verschraubungen automatisch, ergänzt um kamerabasierte Computer-VisionVerfahren, die die korrekte Ausführung eines Montageschritts verifizieren“, erklärt Philipp Gläßer,
Product Manager bei CSP. Für Windkraftanlagenhersteller bedeutet das: Hochbelastete
Schraubverbindungen an Turm, Rotorblatt und Gondel werden bereits während der Montage
überprüft – und somit folgenschwere Fehler bei der Verschraubung vermieden.
Die Lösungen der Ausstellenden unterstreichen, wie stark datengetriebene Innovationen die
Branche verändern. „Ob Hersteller, Lieferant, Windparkbetreiber oder Softwarespezialist, ob
etabliertes Unternehmen oder innovatives Start-up – Voraussetzung für eine erfolgreiche digitale
Transformation ist immer auch der direkte Austausch zwischen den Beteiligten der Branche,“ sagt
Claus Ulrich Selbach, Vice President Exhibitions Maritime & Energy bei der Hamburg Messe und
Congress. „Auf der WindEnergy Hamburg bietet sich wieder die einmalige Gelegenheit, um im persönlichen Gespräch neue Kontakte zu knüpfen, bestehende Netzwerke zu pflegen und frische
Ideen fürs eigene Business aufzugreifen.“
Über die WindEnergy Hamburg
Die WindEnergy Hamburg, die Weltleitmesse der Windenergiebranche, wird vom 22. bis 25.
September 2026 erneut zum zentralen Networking-Hub für Experten, Unternehmen und Investoren
aus der ganzen Welt: Im Herzen der Hansestadt präsentieren mehr als 1.600 Unternehmen aus
rund 40 Ländern auf dem Gelände der Hamburg Messe und Congress den 43.000 Teilnehmenden
aus rund 100 Ländern ihre Innovationen und Lösungen. Anlagenhersteller und Zulieferer entlang
der gesamten Wertschöpfungskette der Onshore- und Offshore-Windenergie geben auf mehr als
83.000 m² einen umfassenden Marktüberblick. Mit einem neuen Expo-Bereich Energy Storage in
einer eigenen Halle (A2) auf rund 3.600 Quadratmetern rückt das Thema Speichertechnologie in
den Fokus der Weltleitmesse. Begleitet wird die Messe von frei zugänglichen und hochkarätig
besetzten Konferenz-Sessions zu allen Schwerpunktthemen, die die Branche bewegen. Das Team
der WindEnergy Hamburg gestaltet dieses kostenlose Konferenzprogramm mit über 300 TopSpeakern auf sechs Open Stages gemeinsam mit seinen Partnern, unter anderem dem globalen
Windenergieverband GWEC, dem europäischen Verband WindEurope, den nationalen Verbänden
VDMA (Europas größtem Anlagen- und Maschinenbauverband) und BWE (Bundesverband
Windenergie) sowie führenden Medien und Unternehmen der Branche. Ihre Weltgeltung
unterstreicht die WindEnergy Hamburg auch mit einer erfolgreichen Kooperation: Am 19./20. Mai
feierte in Singapur der RECHARGE Wind Power Summit Asia-Pacific powered by WindEnergy
Hamburg Premiere. Eine Fortsetzung des Formats ist unter dem Titel WindEnergy Asia-Pacific
powered by RECHARGE vom 25. bis 27. Mai 2027 in Singapur geplant.
WindEnergy Hamburg Connect
Die smarte Event- & Networking-Plattform WindEnergy Hamburg Connect ergänzt die physische
Messe um digitale Funktionen und macht die Vorbereitung, Organisation und Nachbereitung
effizienter. Die Plattform ist als Desktop-Version und mobile App für Ausstellende und
Besuchende verfügbar und bietet alle wichtigen Informationen an einem Ort – für ein rundum
gelungenes Messeerlebnis. Die Registrierung ist mit einem gültigen Ticket oder einem gültigen
Ausstellerauweis möglich.
Öffnungszeiten und weitere Informationen
Die WindEnergy Hamburg 2026 ist von Dienstag, 22. September, bis Donnerstag, 24. September,
jeweils von 10:00 bis 18:00 Uhr sowie am Freitag, 25. September, von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet.
Der Zutritt ist über die Eingänge Messeplatz (Mitte), St. Petersburger Straße (Ost), Karolinenstraße
(Süd) und Lagerstraße (West) möglich. Für alle Besuchenden, die ein Online-Ticket besitzen, ist
die Weltleitmesse noch nachhaltiger zu erreichen: Jedes online gekaufte Besucherticket enthält ein
Ticket für die An- und Abreise im Hamburger Nahverkehr.
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