Bis zu 25.000 neue Arbeitsplätze durch Offshore-Windkraft

Die Offshore-Windkraft sorgt für eine Vielzahl an Jobs in den Küstenregionen. Dennoch mangelt es weiterhin an  Fachkräfte. Rund 300 Techniker sind alleine für den Betrieb der sieben Windparks vor der Westküste Schleswig-Holsteins dauerhaft erforderlich. Doch nicht nur der Personalmangel, sondern auch die problematische Netzanbindung sorgen für unnötige Verzögerungen beim Ausbau der Offshore-Windkraft. Dabei sind die Hochseewindparks ein wichtiger Bestandteil des Energiekonzepts der Bundesregierung, wonach 15 Prozent des Strombedarfs in Deutschland allein durch Offshore-Windkraft gedeckt werden soll. Die Windenergieagentur Bremerhaven/Bremen geht davon aus, dass damit in den nächsten acht Jahren bis zu 25 000 neue Jobs entstehen werden. Allerdings erfordert es eine Vielzahl an gut ausgebildeten Fachkräften, wie etwa aus der Maschinenbau- und Elektrotechnikbranche. Zudem stellt sich beim Bau der Windparks bei schwerer See heraus, dass bis zu einem Drittel der Servicearbeiter aufgrund von Seekrankheit ausfallen können. Aus diesem Grund setzt man verstärkt auf den Hubschraubertransport der Service-Crews. Dafür will  die Netzagentur Windcomm den Flughafen Husum-Schwesing als Service-Airport für die Offshore-Windparks vor Sylt und Helgoland vermarkten. Außerdem soll auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände in Enge-Sande in Nordfriesland ein Offshore-Ausbildungszentrum entstehen, wie es bereits in Bremerhaven und Elsfleth der Fall ist. Hinzu kommt, dass mit dem Windkraft-Forschungszentrun "ForWind"  an den Universitäten Hannover, Bremen und Oldenburg neben dem weltweit einzigartigen Aufbaustudiengang in Offshore-Windenergie ein wichtiger Teil zur Infrastruktur und Logistik der Offshore-Projekte beigetragen wird.

Datum: 16.01.2012

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