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Falkenstein: Kleinwindanlagen weltweit gefragt

Seit Mai liefert die Falkensteiner Firma Alphacon aus dem Vogtland ihre Kleinwindanlagen aus. Diese sind ultraleicht, nahezu geräuschlos und können durch zwei bis drei Personen innerhalb kurzer Zeit und ohne Hilfe eines Krans aufgestellt werden. Durch ihre geringe Höhe von maximal 9,50 Meter sind sie relativ unauffällig. Zudem seien die Anlagen ideal für den Hausbedarf, so Stephan Dressel, Geschäftsführer von Alphacon. Je nach Windstärke könne ein erheblicher Teil des Eigenbedarfs gedeckt werden. Abhängig vom Standort sei ein jährlicher Ertrag zwischen 1000 und 2000 Kilowattstunden möglich. Die Entwicklung der Kleinwindanlagen wurde durch dreijährige Forschung, finanziert durch EU-Förderungen und Mitteln des Freistaats Sachsen, sowie durch Zusammenarbeit mit dem KVB-Institut und dem Unternehmen Kunststofftechnik Käppel aus Chemnitz ermöglicht.

Weltweit gefragte Kleinwindtechnik


Laut Dressel haben sowohl Unternehmen, als auch Privatleute die Alphacon-Kleinwindanlagen bestellt. Im Heimatbundesland Sachsen seien die Umstände ohnehin praktisch, da dort alle Windenergieanlagen unter zehn Meter Höhe genehmigungsfrei sind. Insbesondere im Ausland gäbe es großes Potenzial für die Kleinwindkraft. So berichtet der Geschäftsführer von traumhaften Windbedingungen an der Küste Indiens. Zugleich wird das Land von regelmäßigen Stromausfällen geplagt, wie es Dressel kürzlich auf einer Visite in Indien selbst erlebte. Für den Notfall sei man daher allenorts mit Batteriesystemen gewappnet, welche mit den Alphacon-Kleinwindanlagen zuverlässig geladen werden könnten. Alphacon könnte bereits in Kürze mehrere hundert Anlagen nach Indien, sowie einige weitere in den Kongo liefern. Dort gebe es ebenfalls ideale Bedingungen und gleichzeitig einen hohen Bedarf an dezentraler Stromversorgung, bedingt durch die schwache Infrastruktur.

Datum: 29.10.2012

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